Da Fiana bereits zu Hause die Hochzeit vorbereitete, bot sich dieses Wochenende an, um ein Wochenende mit Dimitris zu verbringen - und ich habe im wahrsten Sinne des Wortes mein Damaskus erlebt - wirklich gewaltig was dieses UNESCO Weltkulturerbe zu bieten hat: Das Wetter ist mediteran mild, immer ein Lueftchen; das Essen ist ein toller, frischer Mix aus suedeuropaeischen und arabischen Einfluessen und geschichtlich ist das was man sieht einfach ueberwaeltigend.
Freitag: Ankunft abends und gleich gings hoch auf knapp 1500 Meter zum Abendessen mit Blick ueber die ganze Stadt; aufregend gings dann 2 Tage Schlag auf Schlag, jede Menge Moscheen, Kirchen (griechisch orthodox, syrisch orthodox, roemisch katholisch, armenisch-orthodox undundund) - und immer spannende Geschichten - Saulus erblindete in Syrien und erlebte danach eben die Erleuchtung, sein Damaskus; die Strasse auf der er lief besteht noch, in der Ananias Kirche, 6 Meter unter der Erde, erlangte er sein Augenlicht wieder und auch die Stelle an der er aus der er im Korb aus der Stadt gerettet wurde ist zu besichtigen; Saladindenkmal (und ein Schrein den Wilhelm zu dessen Ehren spendete), das Haupt von Johannes dem Taeufer in einer Moschee, nicht weit weg ein Schrein eines Enkels des Propheten Mohammed; wir hoerten in Maaloula in der vermutlich aelteste Kirche der Welt das Vater Unser auf aramaeisch, der Sprache Jesu; wir wanderten durch ein Tal zu einem griechisch-orthodoxen Kloster; besichtigten ein anderes Weltkulturerbe, den Crak des Chevalier, eine Kreuzritterfestung; zurueck in Damaskus goennten wir uns ein orientalisches Hamam; das Nationalmuseum zeigt vieles ueber die jahrtausendealte Geschichte Syriens, der Azem Palast ist ein schoen ausgestattetes Heimatmuseum. Dazwischen gabs immer tolles Essen - und unser Hotel Beit Rumman war auch ein Volltreffer. Natuerlich waren die gut 2 Tage viel zu kurz- aber sie haben sich gelohnt! Quasi nur freundliche Menschen, alles sauber, richtig zum Wohl fuehlen.