DUBAI Traumland – künstliches Land

 

Voller Freude auf das Wiedersehen mit Jürgen und Fiana - und ganz gespannt auf Dubai - haben wir am 12. Februar von Frankfurt aus, mit Emirates, zum ersten mal Europa verlassen. Der Flug war bestens, wir landeten pünktlich und auch die Zollkontrolle und Gepäckausgabe ging schnell. Freudig hasteten wir zum Ausgang – aber „oh Schreck“ - von Jürgen und Fiana war nichts zu sehen. Zum Glück gibt es Handys. Nach einigen sms fanden wir heraus, dass wir auf Terminal 3 landeten – die Beiden uns jedoch irrtümlich an Terminal 1 erwarteten. Bald konnten wir die zwei in die Arme schließen und bekamen auf der Heimfahrt zum Murjan-Tower zum ersten mal eine Vorstellung von den Wolkenkratzern, die die nächsten 2 Wochen allgegenwärtig waren.

Die Tage waren für uns aufregend und erlebnisreich. Wir haben so vieles gesehen und erlebt. Wüste, riesige Straßen, Türme, Shopping-Malls, Moscheen und wunderschöne Vorführungen (Konzert „Herr der Ringe“ in Abu Dhabi, „Jumanah“ und „Bab al Shams“). Ein Highlight jagte das andere. Wir haben Museen, Souks und Luxushotels angeschaut. Wir waren im Emirates Palace in Abu Dhabi, im Burj al Arab und im Atlantis. Wir saßen in einer Bar im 52. Stock – einfach unglaublich alles. Wir fuhren mit Dhows und badeten im glasklaren Golf oder im Pool. Wir bekamen fast Genickstarre, als wir den über 800 m hohen Burj Dubai hoch schauten. Wir waren bei den „dubai tennis championships“ und sahen ein Pferderennen, welches fast ausschließlich von Einheimischen besucht war.

Ein Erlebnis war die Fahrt nach Al Ain in Abu Dhabi. Wir erwarteten eine Busfahrt – da wir jedoch die Einzigen waren, die diese Fahrt gebucht hatten – wurden wir mit einem großen PKW gefahren. Wir kamen uns vor wie VIPs mit Privatchauffeur. Wir konnten entscheiden, welche Sehenswürdigkeiten wir ansehen wollten. Besonders schön war die Fahrt in die Berge, von wo man einen herrlichen Blick auf die Oasenstadt und die Wüste hatte. Im Mercure-Hotel, dass alleine auf dem Berg steht, genossen wir ein hervorragendes Lunch-Buffet. Zum Abschluss fuhr uns der Fahrer zu einer Kamelfarm, wo wir 2 Monate alte Kamelbabys sahen.

Kulinarisch ist Dubai ein Schlaraffenland. Wir haben Belgisch, Italienisch, Arabisch, Thailändisch, Indisch usw. gegessen. Wir hatten Steaks vom „hot stone” und Eis vom „cold stone”. Besonders toll war ein Fischbufett im Hotel Rotana, bei welchem wir auch Dimitris, ein griechischer Freund von Jürgen und Fiana, kennen lernten.

Ein Erlebnis der besonderen Art ist das Taxifahren in Dubai. Die Fahrer kommen aus Indien, Pakistan oder Ägypten und sprechen kaum besser englisch wie wir. Nach ein paar Tagen bemerkten wir jedoch, wenn sie uns an den anderen Murjan-Tower fahren wollten. Fragt man, ob sie das Ziel kennen, so nicken sie natürlich immer. Am schlimmsten war es, als wir zur Jumanah-Vorstellung wollten. Die Fahrt hätte ca. 15 Minuten dauern sollen – wir saßen aber 1 ½ Stunden im Taxi und erst ein Anruf bei Fiana half, dass der Fahrer uns noch rechtzeitig vor der Show ans Ziel brachte.

Faszinierend fanden wir es – uns einfach irgendwo hinzusetzten um die Leute zu beobachten. Nirgendwo sahen wir bisher so ein „Menschendurcheinander“. Araber, Asiaten, Afrikaner, Amerikaner und Europäer bunt gemischt und friedlich nebeneinander – in Dubai ist das offensichtlich möglich.

Ein wenig shoppen in den Malls und Souks musste natürlich auch sein. Dies führte dazu, dass unser Gepäck immer umfangreicher wurde. Der Schock kam beim einchecken für den Rückflug. Wir mussten 75 Euro bezahlen für 3 kg Übergewicht. Deshalb unser Tipp an alle, die zukünftig nach Dubai fliegen – immer schön das Gepäck wiegen und schwere Sachen ins Handgepäck nehmen.

Die Zeit verging viel zu schnell, wir konnten nicht alles machen, was wir geplant hatten. Ein Grund mehr, wieder zu kommen. Der nächste Winter kommt bestimmt! Am letzten Tag hatten wir bereits 38 Grad – für uns ist das schon sehr heiß, da wir Hitze schlecht vertragen.

Positiv fiel uns die Sauberkeit in Dubai auf. Noch nie sahen wir so viele putzende Leute. Super auch, dass Toiletten und Parkplätze meistens gratis sind.

Dubai hat viel Sehenswertes zu bieten, alles ist neu und gigantisch – ein Urlaub bringt viele neue Eindrücke. Er hat uns auch der arabischen Kultur ein wenig näher gebracht. Aber leben wollten wir dort nicht. Es würden uns Wiesen und Wälder, Flüsse und Seen, sowie ein „gewachsener“ Ort und die Jahreszeiten fehlen.

 

So interessant auch alles für uns war - es war auch schön mit Jürgen und Fiana zuhause zusammen zu sein. In ihrer gemütlichen Wohnung fühlten wir uns vom ersten Tage an zuhause. Und immer wieder zog es uns auf den Balkon um den Ausblick zu genießen. Fiana und Jürgen verwöhnten uns mit ihren Kochkünsten. Überhaupt waren die Beiden immer um unser Wohl bemüht und taten alles, um uns unvergessliche Tage zu bereiten. Wir konnten sehen, wo Jürgen arbeitet, wo Fiana Tennisunterricht gibt und wo sie reitet. Dadurch sind wir ihnen, nun wieder zuhause, wenn wir an sie denken noch näher.

 

Ganz, ganz herzlichen Dank euch Beiden für alles.

Eure Mama – Gertrud und euer Papa - Gerd

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