Aller guter Dinge sind DREI

Im November machten wir unseren dritten Dubai-Besuch. Auch dieses Mal war es für uns ein wunderschöner Urlaub. Wir genossen das Zusammensein mit Jürgen und Fiana und wir besuchten Altbekanntes und Neues. Jürgen hat sich wieder ein tolles Programm ausgedacht.

Der Flug mit British Airways über London war wegen des langen Aufenthalts in London (5 Stunden) etwas anstrengend – aber wir kamen gut in Dubai an. Da ging das Warten jedoch gleich weiter, weil wir über eine Stunde in der Schlange an der Passkontrolle standen.

Am 13. besuchten wir im Creek Park eine Delphinschau und abends haben wir im Fischrestaurant „a Quarium“ hervorragend gegessen.

Vom 15. - 17. waren wir im Sultanat Oman – eine erlebnisreiche Reise. Sehr stressig war die Einreise – insgesamt haben wir über 3 Stunden gewartet, bis wir endlich den Visumstempel im Pass hatten. Und umgerechnet 40 Euro pro Person kostete es auch noch!!! Aber dann ging es in die Hauptstadt Muscat. Das Hotel „Crown Plaza“ war sehr schön – besonders toll war der Blick auf den Golf von Oman. Wir erholten uns von der Anreise im Hotelgarten und haben abends sehr gut im iranischen Restaurant des Hotels gegessen. Bei einem Abendspaziergang sahen wir wunderbare Villen. Für den nächsten Morgen hat uns Jürgen einen Führer bestellt, der uns die Sehenswürdigkeiten Muscats zeigte. Abdul, in typischer Landeskleidung, war ein sehr guter Führer. Er fuhr zunächst an den Botschaften vorbei und dann zur großen Moschee. Dort wickelte er mich erstmal vorschriftsmässig in einen Schal und begleitete uns dann durch die wunderschöne Moschee mit herrlichen Leuchtern und einem riesigen Teppich. Danach ging es in die Altstadt – der Souk war leider nicht offen, weil Feiertag war. Im Hafen sahen wir die neue Jacht des Sultans – gewaltig! Dieser hatte gerade 40jähriges Regierungsjubiläum. Er hat das Sultanat in dieser Zeit praktisch vom „Mittelalter“ in die moderne Zeit geführt. Vor 40 Jahren waren 97 % der Bewohner Analphabeten und es gab keine geteerten Strassen. Heute hat es sehr gute Strassen und schöne Häuser. Wohntürme wie in Dubai sind nicht erlaubt. Abdul zeigte uns noch einen beliebten Strand und zwei Fischerdörfer, sowie den Sultans-Palast. Es war ein sehr interessanter Vormittag, der uns viele neue Eindrücke bescherte. Mittags faulenzten wir wieder im Hotelgarten. Abends fuhren wir ins „The Chedi Muscat“ - ein stilvolles Fischrestaurant mit wunderschönem Ambiente – direkt am Meer. Am nächsten Tag ging es zurück nach Dubai. Unterwegs machten wir Halt in Nizwar, Jabrin und Bahla. Wir besichtigten die alten Forts, die renoviert wurden. Die Fahrt durchs Gebirge war recht lang, da es bei Al Ain zu Staus kam.

Am nächsten Tag (18.Nov.) stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm – wir fuhren auf die Aussichtsplattform des Burj Khalifa, die sich auf der 124. Etage befindet. Die Aussicht ist unbeschreiblich. Die vielen Wohntürme, die man unter sich sieht wirken wie Spielzeugtürme.

Am Freitag machten wir einen Ausflug in den Mushrif Park. Dieser Park ist riesig – es gibt kleine Häuser aus der ganzen Welt, z.B. auch norwegisch, holländisch, natürlich Spielplätze, Karussells, Tiere und Grillplätze. Der Park war gut besucht – ganze Familienclans machten es sich unter Palmen bequem und hatten Unmengen von Essen dabei.

Am Samstag fuhr Jürgen mit uns nach Abu Dhabi – zur Rennstrecke Yas Island. Als wir ankamen hörten wir bereits Motorendröhnen. Wie wir erfuhren testeten die Fahrer Reifen für die nächste Saison. Unglaublich, wie laut sie waren. Das futuristische Yas Hotel ist sehr sehenswert. Auf der Rückfahrt machten wir einen Abstecher zur großen Moschee, weil wir sie im vergangenen Jahr nicht besichtigen konnten. Jürgen (hatte kurze Hosen an) und ich wurden in traditionelle Gewänder gehüllt und so ausgestattet wollten wir die Moschee besichtigen. Als wir zum Eingang kamen, strömten viele Menschen raus und wir mussten feststellen, dass wiederum Gebetszeit war und uns der Zutritt deshalb verwehrt wurde.

Am Donnerstagabend (25.) war die Pferderennbahn Maydan unser Ziel. Auch hier ein riesiges neues Gebäude mit angeschlossenem Hotel und riesigen Zuschauertribünen. Die Pferde wurden vorgestellt und das Rennen war dann recht schnell vorbei – man konnte es auf großen Leinwänden verfolgen. Beim ersten Rennen siegte ein Pferd des regierenden Scheichs, der anwesend war und sich sichtlich freute. Geldspiele und Wetten sind ja bekanntlich in Dubai verboten – sodass dem Ganzen irgendwie ein Reiz fehlt.

Am Freitag bescherten uns Jürgen und Fiana eine besondere Überraschung – wir brunchten im Burj al Arab. Hier blieben keine Wünsche offen – unglaublich was alles geboten wurde – von Hummer bis Kaviar und selbsgemachten Pralinen gab es alles in Hülle und Fülle. Dazu der wunderschöne Ausblick und live Pianomusik. Es war einfach ein tolles Erlebnis.

Am Samstagvormittag erfüllte Jürgen mir noch einen lang gehegten Wunsch – er fuhr mit uns zu einer Kamelrennbahn. Es fand zu der Zeit zwar kein Rennen statt, aber es waren viele Gruppen mit Kamelen dort. Wir hatten den Eindruck, dass junge Kamele an die Rennbahn gewöhnt werden sollten. Die Tiere und deren Reiter waren herrlich anzusehen. Die Reiter waren sehr freundlich und winkten, wenn sie uns mit unseren Fotoapparaten sahen. Hinterher machten wir noch einen Stopp beim ersten Kamelmilch-Schokoladen-Laden. Wir durften die Kamelschokolade probieren und es schmeckte uns sehr gut.

Dies waren die Highlights unseres Dubai-Urlaubs – es war einfach rundum schön. Da die Beiden 2011 ja zum Glück in die Heimat zurück kommen, wird es wohl unsere letzte Dubaireise gewesen sein. Wir werden das Erlebte und die vielen Eindrücke nicht vergessen.

Danke für Alles – eure Eltern

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