Unser 2. Dubai-Besuch vom 14. - 28. Oktober 2009

Vertraut – und doch wieder neu und interessant

 

Vom herbstlichen Markgräflerland flogen wir dieses Mal mit Air France ab Basel via Paris nach Dubai. Nachts um 23 Uhr empfingen uns Jürgen und Fiana bei 30 Grad – was für ein Unterschied.

Groß war die Freude uns wieder zu sehen.

Die Spannung, die beim ersten Besuch vorherrschte fehlte dieses mal. Vieles kam uns vertraut vor. Doch die im Bau befindlichen Wolkenkratzer in Dubai Marina sind gewachsen und die Metro fährt inzwischen. Wenn auch leider nur wenige Haltestellen fertig sind, wie wir bei einer Fahrt damit feststellten.

Aber auch dieses Mal gab es viel Neues und Schönes zu sehen und zu erleben.

In München waren wir noch nie am Oktoberfest – in Dubai nun gleich zweimal. Im Garten des „Grand Hyatt“ war ein Zelt aufgebaut – eine original Münchner Kapelle spielte und es gab bayrische Spezialitäten und Bier (allerdings recht teuer). Im „Sheraton“ waren die Bierbänke im Freien aufgestellt. Musik und Koch kamen aus Österreich und das Buffet war ausgezeichnet.

Gleich am zweiten Tag fuhren wir zur Schneiderei „Royal Fashion“ in Bur Dubai. Nachdem Schnitt und Stoff ausgesucht waren, wurde Maß genommen. Ich bestellte einen Dreiteiler (Jacke, Hose, Rock), Fiana ein Kostüm und Jürgen ein Oberhemd. Nach 5 Tagen musste ich nochmals zur Anprobe – und einen Tag vor unserer Abreise war alles fertig – echt toll. Meine erste maßgeschneiderte Kleidung.

Ein „MUSS“ in Dubai sind die „Dubai Fountains“ im künstlichen See „Burj Dubai Lake“ zu Füßen des Burj Dubai. Zu arabischer oder internationaler Musik bewegen sich die Wasserspiele (275 m lang, bis zu 150 m hoch, 100000 Liter Wasser in der Luft). Es ist fantastisch.

Wunderschön war auch die Dhow-Dinner-Fahrt auf dem Creeg. Die beleuchteten Gebäude am Ufer und die anderen Dhows waren schön anzusehen und auch das Buffet war bestens. 

Da Fiana wegen der gesundheitlichen Probleme ihrer Mutter am 19. heim flog, mussten wir von da an, wenn Jürgen arbeitete, alleine zurechtkommen. Dies klappte recht gut.

Vögel waren dieses mal auf dem Programm. Wir besuchen eine Vogelschau von einem Paar, das Falken züchtet und ausbildet. War nett gemacht und man konnte die verschieden Tiere aus nächster Nähe sehen. Außerdem besuchten wir die Flamingos im Naturschutzgebiet Ras Al Khor. Von einem Beobachtungsstand aus kann man die Vögel mit Ferngläsern beobachten. Mehr als 1000 Stück überwintern hier.

Kultur war im Nachbaremirat Sharjah angesagt. Mit dem Taxi fuhren wir hin und besuchten das Islamic Museum (sehr schönes Gebäude), das Sharjah Art Museum, das Calligraphy Museum, Fort Al Hisn, den Souq Al Arsah (ältester Basar der Stadt mit über 100 kleinen Läden). Danach suchten wir wieder ein Taxi, das uns zum Sharjah Aquarium und zum Meeresmuseum bringen sollte. Dies war gar nicht so einfach – der erste Fahrer wusste nicht, wo das ist und lies uns wieder aussteigen.

Ein Besuch im Aquaventura – Wasserpark des Hotels Atlantis – war interessant, aber für uns nicht so das Ideale. Hauptattraktion sind die Rutschen und das Gleiten auf Reifen. Wir waren zu „dusselig“ um auf die Reifen zu sitzen und gaben es auf, nachdem wir belustigte Blicke rundum feststellten. Das Meer lud auch nicht zum Baden ein. Da das Wasser aufgrund der Bauweise der Insel zu wenig bewegt wird, sah es unsauber aus. So begnügten wir uns damit alles anzusehen, und im Liegestuhl liegend zu lesen.

Ein weiterer Höhepunkt war die 5-stündige Bootsfahrt mit „Kapitän“ Jürgen. Er zeigte uns, was er gelernt hat und manövrierte das Boot sicher aus dem Hafen. Zu zehnt waren wir auf dem Boot. Die Fahrt ging vorbei am Atlantis, am Burj Al Arab, an der Queen Elizabeth2, in den Creek und in 80 Minuten um die „World“. Es hat großen Spaß gemacht.

Als Tour haben wir uns dieses Mal „Hatta“ vorgenommen. Eine Enklave, ca. 100 km von Dubai entfernt. Wir fuhren in einem Jeeb und hatten einen netten indischen Fahrer, der uns viel erklärte und zeigte. Nach der Fahrt durch die Wüste (durch Ajman und Oman) ist man plötzlich im Hajar-Gebirge mit seinen schroffen Bergspitzen. Wir sahen uns das rekonstruierte Bergdorf „Heritage Village“, eine Staumauer oberhalb Hattas und die „Hatta-Pools“ in einem „Wadi“ (Tal) an. Es wäre auch eine Wüstensafari auf den Dünen im Programm gewesen – aber die Schotterwege im Gebirge waren für uns Safari genug. Unterwegs fragte uns der Fahrer, ob wir einen arabischen Kaffee möchten. Nichts ahnend sagten wir ja. Am Straßenrand  war ein alter einheimischen Mann, der gratis Kaffee und Speisen anbot. Oje – die Tassen lagen in einer alten Schüssel mit Wasser, das nicht gerade frisch aussah. Unter einem großen Aludeckel befanden sich mehrere Teller mit Speisen – teilweise schon halb leer gegessen. Auch Datteln bot er an. Den Fliegen schien alles zu schmecken! Ich konnte beim besten Willen nicht zugreifen. Gerd trank den Kaffee und nahm eine Dattel. Der alte Mann lachte dankbar mit seinem fast zahnlosen Mund, als Gerd ihm ein paar Drh. gab.

In der übrigen Zeit genossen wir den „hauseigenen“ Pool, den Strand beim Hotel Sheraton, besuchten die Malls und Souqs, gingen mit Jürgen in feine Restaurants und tolle Bars. Höhepunkt war am letzten Abend die Bar im „The Address“ im 62. Stock. Der Blick auf die Stadt und die Fountains war überwältigend.

Am Ende meinte Jürgen: nun wüsste er so langsam nichts mehr, was er uns zeigen und empfehlen kann. Es war sehr schön, und der Hauptgrund unserer Reise war ja auf jeden Fall das Wiedersehen mit Jürgen und Fiana. Deshalb können wir uns auch gut vorstellen ein weiteres Mal nach Dubai zu kommen.

Herzlichen Dank, lieber Jürgen und liebe Fiana, für alles, und dass wir bei euch sein durften. Ihr zwei seid so lieb, man muss sich einfach wohl fühlen bei euch.

Eure Eltern - Gertrud und Gerd

 

 

 

NEWS-NEWS-NEWS

20.1.12: Kushti Ringen in Deira

 

4.-7. November: Nepal Bilder

 

7. Oktober: Musandamimpressionen Bilder

 

September 2011: Wien Bilder

 

Juli 2011: Heimaturlaub Bilder

 

8/9.7.: Juergen in Sri Lanka mit Leif Bilder

 

April 2011: Urlaub daheim Bilder