Auf nach Dubai!

 

Momentaufnahme Abflug: hundemüde, 100% urlaubsreif, wie Flitzebögen gespannt auf Dubai und unsere Gastgeber...

 

Anreise: "we love Emirates"

Wer nach Dubai reist, sollte unbedingt mit Emirates fliegen! Nach einer (für die Schweiz) sehr freundlichen Begrüßung beim CheckIn hob unser Flieger nach kurzer Wartezeit vom Zürcher Boden ab. Nachdem die netten Stewards uns heiße Tücher für Gesicht und Hände reichten, wir die Menukarte für den Flug in den Händen hielten und das Entertainment Programm ICE entdeckten (unzählige aktuelle Kinofilme, TV Serien und Spiele, die man individuell starten und auf dem eigenen Monitor anschauen/gegen andere Passagiere spielen kann!), wussten wir, dass der Urlaub genau jetzt beginnt! Das Essen während dem Flug war wirklich sehr lecker, Getränke gab es auch so viel wie man wollte, Decke, Kissen und Kopfhörer liegen schon für jeden Passagier bereit. Also immer wieder Emirates!

 

2 Kinofilme und ein kurzes Nickerchen später standen wir vor einem strahlenden Gastgeberpaar, das uns wirklich aufs herzlichste am pompösen Dubai Flughafen willkommen hieß. Im Familienmitglied Murano ging es dann auf direktem Weg in den Murjan Tower, unserem neuen Zuhause für die kommende Woche, wo wir dann gemeinsam Jürgens Wochenende einläuteten und nach erstem Bestaunen der Marina Skyline müde in die Kissen sanken.

 

Tag 1: "erstmal gut frühstücken!"

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück! Wir gönnten uns am Freitag Morgen zum Start in eine wunderschöne Urlaubswoche den Brunch im Burj Al Arab. Wer früh erscheint, bekommt einen Early Bird Discount - also sind wir frühen Vögelchen Punkt 10h (mit quietschenden Taxireifen) vor dem berühmten Hotel vorgefahren. Kleiner Tipp für unsere Nachfolger: wer nicht auf den Aufzug am Ende des Ganges wartet, sondern einfach einen der anderen 5 Aufzüge nimmt, ist vor der wartenden Touristenmeute oben und bekommt als erster einen Tisch ;)

 

So verbrachten wir einen wundervoll entspannten Freitagvormittag mit Blick auf Dubai mit einem Frühstück bei Livemusik, dass wirklich gar keine Wünsche mehr offen ließ.

 

Bewaffnet mit einer kleinen Aufmerksamkeit des Hotels (Schokokuchen zum Mitnehmen ;), kehrten wir dann am frühen Nachmittag zu Fiana und Jürgen zurück, der Schokokuchen überlebte natürlich nicht lange und hat uns im wahrsten Sinne des Wortes den Kaffeeklatsch-Nachmittag versüßt - wir hatten uns nach so langer Zeit erstmal viel zu erzählen...

 

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit einem Bummel durch eine der kleineren Malls und durften bei lecker Pizzaessen im Vapiano Dubai live miterleben, was passiert, wenn Lydia Fiana ärgert - unsere erste Lektion, wie man in Dubai das bekommt, was man bestellt hat ohne Opfer der "hello my friend i know what you like" Mentalität zu werden... Wir haben uns auch sehr gefreut, dass Fiana und Jürgen uns direkt in ihren Dubai Freundeskreis integriert haben, so haben wir in Begleitung des lieben Leif die Rooftop Bar des "One & Only" für einen Absacker unsicher gemacht (leider war George Clooney, der dieses Hotel angeblich immer bucht wenn er in Dubai ist, nirgends zu sehen, dafür aber eine wirklich gute liveband).

Bei der Rückfahrt in den Murjan Tower wurde dann das allabendliche Männerritual gefeiert: Autos in der Tiefgarage begutachten! Bei der Vielfalt an Luxuskarossen auf einem Haufen können die Autohäuser am Bodensee einpacken!

 

Tag 2: "Ready, steady, GO!"

der zweite Tag ging um wie im Flug. Mit dem schon liebgewonnenen Murano ging es ab nach Abu Dhabi. Neben dem Highway konnten wir die ersten "Kamele " bzw. wilden Dromedare bestaunen. Erste Station in Dubai war die Formel1 Strecke, in dessen neues Hotel Fiana und Jürgen mit uns einfach hineinspaziert sind. Wir haben erst im Laufe weiterer "Hotel-Crashs" realisiert, dass wir da eigentlich garnicht überall reindürfen, aber wenn ihr mit den Insidern Jürgen und Fiana unterwegs seid, öffnen sich plötzlich Tür und Tor ;) So kamen wir in den Genuss, die Rennstrecke aus sämtlichen Perspektiven zu bestaunen und direkt neben der Start/Ziellinie lecker chinesisch zu Mittag zu essen.

 

In der Hotellobby durften wir dann beim Hinausgehen noch echten arabischen Kaffee probieren - ein kleines Highlight für sich!

 

Koffein gestärkt ging es dann wieder rein in den Murano und ab zum Emirates Palace. Auch hier wird nicht lange überlegt sondern flaniert! Wir haben uns die wunderschöne goldene Lobby abgeschaut, echte Rugbyspieler gesehen, sind am Wachmann vorbei an den eigentlich nur für Hotelgäste gedachten Strand gehuscht und Kuchen und Kaffee für sage und schreibe 60Dollar verputzt. Jürgen zeigte uns anschließend noch die kleine Ausstellung mit den Modellen für die geplanten Museen in Abu Dhabi - witzigerweise stellten wir fest, dass eine der Architektinnen ein Probeprojekt zu einem der gigantischen Museen in Weil am Rhein gebaut hat, in dem die beiden Dubainesen ihren Polterabend gefeiert haben!

 

Pünktlich zum Sonnenuntergang fuhren wir dann bei der großen Moschee vor. Ein viel moderneres Gebäude, als wir dachten! Natürlich mussten wir Damen uns für den Besuch den Kleidervorschriften ergeben und bis auf das Gesicht verhüllen, was zur Folge hatte, dass unsere lieben männliche Begleiter uns zunächst garnicht mehr erkannten ;) In der Moschee selbst waren wir dann wirklich beeindruckt von der hellen, detaillverliebten und farbenfrohen Architektur. Als wir dann bei Mondschein die angestrahlten Kuppeln hinter uns ließen, kam richtig "1.000 und eine Nacht" - Feeling auf...

 

Tag 3: "noch höher hinaus!"

In Dubai geht das Leben erst so richtig gegen 10:00h los. Vorher scheinen zumindest die für Touristen interessanten Plätzchen verschlafen. Deshalb haben wir heute erstmal gemütlich in unserem Murjan Domizil gefrühstückt und sind dann vormittags zum Madinat losgezogen. Ein Bummel durch die verwinkelten Gässchen und den Garten des angrenzenden Hotels lohnt sich, vor allem bei Sonnenschein. Mit dem Taxi ging es dann in ein paar Minuten rüber zum Fuß des eigentlichen Burj Dubai - jetzt Burj Khalifa. Wir hatten zum Glück die Tickets für unseren Höhentripp schon von zuhause aus gebucht, ist deutlich billiger als vor Ort! Nachdem wir nach ein bisschen Suchen die Ticketausgabe im Untergeschoss der Dubai Mall gefunden hatten, sind wir dann in rasanter Fahrt mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform hochgeschossen. Trotz leicht diesigem Wetter ein faszinierender Ausblick auf die auf einmal klitzekleine Stadt Dubai erwartete uns dort oben ;) Gejagt von Mr. Touristenfalle "i make a beautiful picture of you, common!" hätten wir bei der Betrachtung von zwei pinkgekleideten Babys, die die Plattform auf dem Po rutschender Weise erkundeten fast unseren Aufzug runter verpasst. Aber da man sich ja eine ganze Stunde dort oben aufhalten darf, wäre auch das nicht tragisch gewesen. Wieder auf dem Boden der Tatsachen (= Shopping Festival in der Dubai Mall!!) angekommen, haben wir uns ins Einkaufsgetümmel gestürzt. Da das Wochenende ja bereits vorbei war, war die Mall angenehm menschenleer und wir hatten genug Zeit und Platz, das riesige Aquarium in der Mall anzuschauen - inklusive Privatvorführung von zwei Tauchern, die sich zu den Haien ins Becken getraut haben... Wer richtig gute Schnäppchen machen will, sollte zu Beginn des Shoppingfestivals im Januar nach Dubai reisen, wir konnten uns trotzdem nicht beklagen und haben den Abend mit müden Füßen und in Begleitung unserer fantastischen Gastgeber bei einem italienischen Abendessen vor den Fontänen und Drinks in der Bar Neos mit Blick auf den nächtlich bestrahlten Burj Khalifa ausklingen lassen... Nachmachen lohnt sich!!!

 

Tag 4: "hello my friends! I know you like it! Good Qualität, musst du kaufen!"

Aaaaaaaaah! Diesen Tag hatte ich bei der Planung als absoluten Lieblingstag bezeichnet. Im Nachhinein muss ich sagen: es war schön, aber ganz anders als erwartet... Wir sind ganz früh mit Jürgen losgezogen, um uns seinen Bürokomplex anzuschauen und die beste Dattel unseres Lebens zu probieren (Cafe Bateel). Dann noch kurz Bargeld abheben - und nachdem der Geldautomat abstürzen musste, meine Karte dann aber liebenswerterweise doch wieder ausgespuckt hat - ging es mit dem Taxi zur Bastakiya. Lasst euch dort am besten am Dubai Museum absetzen und geht dann auch direkt rein, bevor die Touri-Massen anschippern oder eure Füße zu plattgelaufen sind ;)

 

Wir sind von dort aus direkt Luftlinie Richtung Creek gelaufen, wodurch wir uns durch ein paar wirklich enge Gassen quetschen mussten. Und wenn ich sage eng, dann meine ich eng. Dort können keine zwei Personen nebeneinander laufen. Nachdem wir uns durch dieses kleine Labyrinth voller klitzekleiner einheimischer Läden gedrückt hatten, standen wir direkt am Creek. So früh morgens waren außer unzähligen bunten Booten noch nicht viel zu sehen, deshalb sind wir einfach mal rechts um und zu Fuß am Creek entlang spaziert und waren nach 200 Metern schon am Eingang der Bastakyia angelangt. Da es immernoch für arabisch-touristische Verhältnisse sehr früh war konnten wir unseren Morgenbummel durch die gemütlichen Gässchen fast alleine genießen. Erst als wir die Galerie XAII nach einem Rundgang duch die laufende Ausstellung und einem ausgiebigen, leckeren, zweiten Frühstück wieder verließen rollten die Touribusse an und ließen die mittlerweile schon gewohnte Horde knipsender Tourist aussteigen. Um nicht zu sehr aufzufallen, machten wir natürlich auch noch ein paar Fotos und machten uns dann auf die Suche nach dem Stoff Souk, die Quelle meiner neuen Paschmina Schals ;) Zu viel wollen wir an dieser Stelle nicht verraten, nur ein kleiner Verhandlungstipp: zahlt nie mehr als die Hälfte!

 

Zum Glück hatte ich mich an die Tipps aus dem Reiseführer gehalten und mir eine lange Hose angezogen und die Arme bedeckt. Trotzdem musste ich als Europäerin mit sehr blasser Haut erfahren, dass es am Creek ganz normal ist, dass fast jeder vorbeilaufende Herr den Damen hinterherpfeift, gafft oder sogar vorsichtig auf Tuchfühlung geht. Wen das stört, der sollte nicht auf die Souks gehen. Wir sind natürlich trotzdem durch, weil wir weder die Fahrt mit dem Abra (Wassertaxi, eine Fahrt kostet nur 1 Dirham), noch den Goldsouk, noch den Gewürzsouk verpassen wollten. Außerdem wollten wir für unsere großartigen Gastgeber die Mission erfüllen und iranischen Safran vom Gewürzsouk nach Hause bringen (unbedingt iranischer, der andere taugt nix). Für unser erfolgreich ergattertes Mitbringsel wurden wir nach unserer Rückkehr in die Gaffer-freie-Zone Murjan Tower mit einem fantastischen Abendessen - made bei Fiana und Jürgen im perfekten Teamplay - belohnt. Ein wunderbarer Abend mit wunderbaren Freunden!

 

Tag 5 "ist das der Wind oder muht ne Kuh aufm Balkon?"

Vier Tage volles Programm fordern ihren Tribut. Nach ein paar mehr Stunden erholsamen Schlafs sind wir aufgebrochen, um die Marina und den Strand noch ein wenig genauer zu erkunden. Vor allem wollten wir wissen, was das Wetter zu unserem Plan sagt, den Tag in der Wüste zu verbringen. Die Idee, den Sonnenaufgang über der Wüste aus der Vogelperspektive zu erkundigen, hatten wir schon gestrichen (es gibt genau eine Firma, die Ballonfahrten über der Wüste anbieten). Nochmal das berühmte Wüstendinner mit uns zu erleben, wollten wir Fiana und Jürgen nicht antun (sie waren schon 10 + x mal da...). Aber die Jeeptour wollten wir uns nicht entgehen lassen! Jürgen war sogar so lieb uns einen eigenen Jeepfahrer zu organisieren, der uns zuhause abholt und auch wieder heil zurückbringen sollte.... Nur leider endete unser morgendlicher Strandspaziergang mit einem ausgiebigen Sandpeeling, das uns der aufgezogene Sandsturm aus der Wüste gratis zukommen ließ. Ein Anruf von Fiana bei Freunden in der Wüste brachte dann die bittere Wahrheit: Wüste fällt aus :( Wir haben uns dann einfach für ein Kontrastprogramm enschieden und uns die Skihalle in der Mall of the Emirates angeschaut. 2grad Celsius und die Herren tragen ihre weißen Gewänder und einfach nur einen Mantel darüber... Brrrrrrrrrrrrr...

 

Tag 6 "Wer hat an der Uhr gedreht?"

Kaum zu glauben aber war, unser letzter Tag in Dubai war schon da. Sehr lecker gefrühstückt haben wir mit Fiana, Verena und Oli im Lemon Tree. Anschließend ging es ab ins Taxi und auf The Palm: Atlantis wollte erobert werden! Dank einer unerschütterlichen Fiana sind wir an allen aufmerksamen Wachmännchen vorbei staunend quer durch das Hotel gelaufen um bei einem kleinen Espresso-Zwischenstopp an der Beachbar "Nasimi Beach" noch ein paar letzte schöne Fotos von der Dubai Skyline bei Tag zu schießen. Nasimi Beach ist übrigens eine tolle Location für Electro Chillout Parties unter dem Sternenhimmel direkt am Strand - hingehen, wenn ihr könnt!

 

Unsere Tour durch die Lost Chambers von Atlantis wurde dann nur noch getoppt durch einen Besuch in der schon durch meine Vorschreiber so gelobte Cold Stone Eisbar (wirklich sooooo lecker)!

 

Es kam, was kommen musste: wir packten unsere Köfferchen. Und was noch? Natürlich ein Dankeschön-Essen für Fiana und Jürgen, die uns eine Woche lang beherbergt und sich so darum bemüht haben, dass wir uns wohlfühlen. Wir können nur sagen: Volltreffer! Bei einem leckeren Abendessen im Rive Gauche, einem Kurzbesuch auf der Rooftop Bar des The Address Marina und einem Absacker in der Skybar des Marriott haben wir uns gebührend von Dubai verabschiedet. Wir kommen wieder :)

 

Momentaufnahme Heimkehr: auch 2 Wochen nach dem Urlaub sitzen wir immer noch ganz begeistert von all den tollen Erlebnissen auf unserer Couch und freuen uns sehr, dass wir Euch besuchen durften! Danke danke danke für alles & bis bald in good old Germany, Betty & Micha

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